Der Quaderkalksteinbruch bei Kleinochsenfurt zählt jetzt offiziell zu den 100 schönsten Geotopen Bayerns. Viele Ehrengäste, Geologie- und Naturschutzinteressierte waren in den Steinbruch
gekommen, als Dr. Richard Fackler, der Vizepräsident des Landesamtes für Umwelt das Gütesiegel verlieh. Da sich der Steinbruch auf Ochsenfurter Gemarkung befindet, hat Rainer Friedrich, Bürgermeister
von Ochsenfurt, die Patenschaft dafür übernommen.
Der Quaderkalksteinbruch bei Kleinochsenfurt zählt jetzt offiziell zu den 100 schönsten Geotopen Bayerns. Viele Ehrengäste, Geologie- und Naturschutzinteressierte waren in den Steinbruch
gekommen, als Dr. Richard Fackler, der Vizepräsident des Landesamtes für Umwelt das Gütesiegel verlieh. Da sich der Steinbruch auf Ochsenfurter Gemarkung befindet, hat Rainer Friedrich,
Bürgermeister von Ochsenfurt, die Patenschaft dafür übernommen.
Franken sei bekannt für seine abwechslungsreiche Landschaft, den Main, den Wein, die Zuckerrüben, aber auch für seine Kulturdenkmäler, meinte er, und jetzt komme noch ein neues Denkmal dazu, ein
„Geotop“.
Das Gütesiegel „Bayerns schönste Geotope“ für den Quadersteinbruch in Kleinochsenfurt sei ein großartiger Gewinn für den Landkreis, da somit ein Schatz der Heimat, der an die Erdgeschichte
erinnert, ausgezeichnet werde, sagte stellvertretende Landrätin Elisabeth Schäfer. In dem seit den 1940er Jahren betriebenen Steinbruch ist nicht nur die Geologie der damaligen Zeit
wiedergegeben, sondern es leben hier inzwischen mehrere heute seltene Tieren.
Die Steingewinnung ist in früheren Zeiten eine beschwerliche Arbeit gewesen, meinte Dr. Richard Fackler, Vizepräsident des Bayerischen Landesamtes für Umwelt. Der Quaderkalk, eine besondere
Schicht im Oberen Muschelkalk, sei schon seit mehr als 100 Jahren begehrt und ein Exportschlager. So wurde der Stein aus Unterfranken beispielsweise beim Bau der Grand Central Station in New York
City, des Pergamon-Museums in Berlin und des Deutschen Museums in München verwendet.
Fackler meinte weiter, dass der Quaderkalk-Abbau Spuren in der Landschaft hinterlässt, jedoch dadurch sowohl Fachleuten als auch Laien aufschlussreiche Einblicke ins Erdinnere ermöglicht. Dazu
kommt, dass stillgelegte Steinbrüche wertvolle Lebensräume und Überlebens-Nischen für hoch spezialisierte, gefährdete Arten, sowohl Tiere als auch Pflanzen, darstellen.
Der Kleinochsenfurter Steinbruch – jetzt das Geotop Nummer 83 – liegt direkt am Panoramaweg zwischen Ochsenfurt und Sommerhausen. So ist es möglich, bei einer Wanderung einen schönen Ausblick auf
die Landschaft des Mains und gleichzeitig einen Einblick in die Gesteinsschichten der Erde zu erhalten. Dazu erlebt man beispielhaft den aktiven Abbau in Sommerhausen, den stillgelegten
Steinbruch Kleinochsenfurt und die Verwendung der Gesteine, die in der darunter liegenden Schleusenmauer zu sehen ist.
Der Vizepräsident des Bayerischen Landesamtes für Umwelt erklärte, dass der stillgelegte Steinbruch nun als Naturschutzgebiet ausgewiesen sei. Auch sei er dank der regelmäßigen Beweidung durch
Schafe und Ziegen in einem guten Zustand und nicht zugewachsen.
Musikalisch gestaltet wurde die Feier von Stadtrat Peter Wendel, der mit seiner Gitarre die passenden Lieder spielte. Kinder der städtischen Kindergärten Kleinochsenfurt und Konradin sangen ein
Lied zum Thema Steine und Krabbeltiere.
Hier ein paar informative links dazu:
der Link zur Geotopbeschreibung - Quaderkalkbruch Kleinochsenfurt Geotop 83
Fotos Uschi Merten